Skat-, Luther- & Barbarossastadt Altenburg

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht von Montag, 8. August 2011
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Schlossansicht vom Schlosspark aus (Foto: der uNi)

Schlossansicht vom Schlosspark aus (Foto: der uNi)

Wie man erkennen kann, möchte ich heute einen kleinen aber feinen Bericht über meine Heimatstadt Altenburg in Ostthüringen schreiben. Altenburg wurde bereits am 1. August 976 erstmals durch Kaiser Otto II. mit der Schenkungsurkunde der Stadt Altenburg an das Bistum Zeitz erwähnt. Eine weitere urkundliche Erwähnung erfolgte 1132, als Kaiser Lothar III. die Kaiserpfalz Altenburg als seinen Sitz nutzte. Hier wurde das heutige Altenburg als castro Plysn bezeichnet. Durch den Kaiser wurde Altenburg zur Kaiserpfalz und in den Stand einer Stadt erhoben. Ebenfalls zur Stadtentwicklung trug, die sich an der Stadt befindliche Reichsstraße Via Imperii bei, da sich Handwerker und Kaufleute ansiedelten, somit konnte sich der Handel sehr gut entwickeln.

In Altenburg hielten sich viele gekrönte und auch ungekrönte berühmte Persönlichkeiten auf. Unter anderem, Lothar von Supplinburg, König Konrad III, Friedrich I. Barbarossa, Heinrich VI., Philipp von Schwaben, Otto IV., Friedrich II., Heinrich VII., König Rudolf von Habsburg und Adolf von Nassau uvm.

Unter Barbarossa erlebte Altenburg seine Blütezeit und stieg im Pleißenland zur Hauptstadt auf, zur damaligen Zeit war Altenburg ebenbürtig mit den großen Metropolen. Barbarossa gründete 1172 das Augustiner-Chorherrenstiftes Unserer Lieben Frauen St. Marien auf dem Berge vor Altenburg, heute sind nur noch die Türme erhalten die sich Roten Spitzen nennen. Da Barbarossa diese Stadt sehr geprägt hat und seine Lieblingspfalz war nennt man Altenburg auch Barbarossa-Stadt.

Berühmt wurde Altenburg auch durch den Raub der beiden Prinzen des Kurfürsten Friedrich des Sanftmütigen, Ernst und Albrecht, durch Ritter Kunz von Kauffungen aus dem Altenburger Schloss im Jahre 1455. Dieses Ereignis ging als Altenburger Prinzenraub in die

Prinzenraubfestspiele 2011

Prinzenraubfestspiele 2011

Geschichte ein. Im Jahre 2006 bis 2011 wurden die Prinzenraubfestspiele am Originalschauplatz als Openair-Spektakel aufgeführt.

Auch für die Reformation spielte die Stadt Altenburg eine große Rolle. Georg Spalatin ein enger Freund Martin Luthers trieb in Altenburg die Reformation als Steuermann voran. Luther war mehrmals in Altenburg zu Gast. Ohne Spalatin wäre die Reformation undenkbar gewesen, ihm allein ist es zu verdanken das Kurfürst Friedrich III. von Sachsen, Martin Luther unter seinen Schutz nahm und sich die Reformation entfalten konnte.

1820 wurde in Altenburg das Skatspiel erfunden, das Lieblingsspiel der Deutschen mit Karten. Nur hier gibt es den einzigen Brunnen auf der Welt, der einem Kartenspiel gewidmet ist, den Skatbrunnen. Dieser befindet sich auf dem Brühl, dem ältesten Markt in Altenburg.

Altenburgs Theater wurde von 1869/70 im Stile der Neorenaissance gebaut und 1871 mit Der Freischütz von Carl Maria von Weber eingeweiht. Es besitzt eine sehr große Ähnlichkeit zur Dresdner Semperoper. Erwähnenswert sind auch die vielen anderen historischen Gebäude der Stadt unter anderem der Nikolaikirchturm, die Wasserkunst, das Rathaus, die Bartholomäikirche, Brüderkirche, Agneskirche, Orangerie mit Teehaus, Marstall, der Schloßpark mit Residenzschloß, der Große Teich mit dem Inselzoo, der kleine Teich mit den über 800 Jahre alten Fischhältern uvm…

Altenburg besitzt zudem 6 Museen, unter anderem das Schloss- und Spielkartenmuseum welches sich im Altenburger Schloss befindet. Das Lindenau-Museum gehört zu den bedeutendsten Kultureinrichtungen in Deutschland und beherbergt die größte Sammlung frühitalienischer Tafelbildmalerei nördlich der Alpen. Das Naturkundemuseum Mauritianum zeigt unter anderem das weltweit größte Exemplar eines Rattenkönigs. Weitere Mussen in Altenburg sind das Brauereimuseum, das Schnapsmuseum der Altenburger Destillerie- und Liqueurfabrik  und der historische Friseursalon aus den 1920er Jahren.

Weitere Interessante Infos erhaltet Ihr unter www.altenburg.eu

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