Ferngesteuerte Modellhubschrauber – Übersicht
Hier ist eine kleine Zusammenfassung über die Einteilung der Modellhubschrauber:
Helikunde
Die Gemeinschaft der Helienthusiasten wird ständig größer. Verschiedene kommen von der Fläche, andere sind über den Koaxialhubschrauber infiziert worden. Analog ist auch die Vielfältigkeit der Modellhubschrauber gestiegen. Dem geneigten Leser soll an dieser Stelle ein Überblick gegeben werden.
Koax-Modellhubschrauber
Hochwertige Koaxialhubschrauber kann man ab 70 Taler erstehen. Als Musterbeispiel sei der Esky Lama benannt. Ebendiese Helikopter sind für unzählige die Einstiegsgeräte, kenntlich an den zwei gegenläufig drehenden Blattebenen. Im Übrigen sind Koaxialhubschrauber keine Entwicklung aus der Modellwelt, der Herr Kamov aus Russland hat die auch zum reinsetzen gebaut. Sie kann man nicht selten ohne größere Erfahrungen fliegen, die Pflege ist simpel oder gar nicht vorgeschrieben. Von den übrigen Helipiloten werden Sie allerdings eher für hochwertiges Kinderspielzeug gehalten. Nicht wichtig, der Lustfaktor zählt.
Fixpitch
Die Schubsteuerung erfolgt in diesem Fall bloß durch die Drehzahl. Der Pitch der Hauptblätter kann nicht verändert werden, die Taumelscheibe ist einzig für Richtungsänderungen zuständig. In der Preisklasse um 120 Euro wird man bei den überwiegend als RTF Set vertriebenen “Fixen” sehr wohl fündig. Diese Heliklasse kommt den klassischen Hubschraubern sehr wohl sehr nahe. Erkennbar sind die “Fixen” an dem separaten Heckmotor, der von der mehrheitlich eingesetzten 3-in-1 Einheit mit dem Hauptrotor koordiniert werden.
Sogar das Flugverhalten kommt “richtigen” Helis durchaus ausgesprochen nahe. Man möglicherweise kostengünstig die ersten Schritte in Richtung Modellpilot tun. Sind diese aber gegangen, spürt man schnell die Einschränkungen, die die simple Technik einem auferlegt.
450er Klasse
Hier reden wir bereits über vollwertige Modellhelis mit kollektiver und zyklischer Steuerung. In letzter Zeit kann man verstärkt RTF-Sets kaufen. Die Qualität schwankt hierbei sehr stark. Zu empfehlen, und nicht (nur), weil wir die selber vermarkten, sind zum Beispiel die Sets von Eflite (Blade 450) und von KDS (KDS 450s, 450sv und 450C), über die weniger empfehlenswerten breite ich mal den Mantel des Schweigens….
Der Antrieb erfolgt vornehmlich über einen bürstenlosen Elektrischer Antrieb, das Heck treibt meist ein Zahnriemen an. Als Energiequelle kommen meist günstige 3s-Lipo-Akkus zum Einsatz. Die 450er sind aufgrund des hervorragendenPreis-Leistungsverhältnisses wohl die am weitesten verbreitete Gattung “vollwertiger” Modellhelis. Weitere Vorzüge sind ihre handliche Größe – sie passen locker in den Kofferraum – ebenso wie die günstigen Preise für Ersatzteile. Man sollte sich allerdings auch bewusst sein, daß so ein 70cm-Helis auch wesentlich hibbeliger, als ein größerer Vertreter der Gattung ist. Er macht es Anfängern deshalb oft nicht gerade einfach…
500er Helis
In dieser Klasse mit einem Rotorkreisdurchmesser von fast einem Meter sind flugfertige Angebote (noch) selten anzutreffen. Oft gibt es Angebote mit Motor und Regler, die restlichen Komponenten kann man sich dann individuell zusammenstellen. Ob man einen giftige Akrobaten, oder einen sanften Riesen steuert, bestimmt man also selbst. Man findet kaum noch 500er, die mit 3s-Akkus fliegen. Hier sind schon 4-6s Lipos gefragt. Übrigens muß man keinen teuren 6s-Lipo kaufen, man kann auch zwei 3s-Akkus zusammenschließen. Hier kann man doch von ausgewachsenen Modellhelikoptern sprechen – auch mit den Gefahren, die so ein “Großer” verursachen kann. Da ein 500er schon enorme Kräfte freisetzt, gehört er in verantwortungsbewusste Hände.
550er bis 600er Modellhubschrauber
Das ist die Klasse, die wirklich gehobene Ansprüche befriedigt. Übrigens ist der höhere Anschaffungspreis relativ, da oft Standardservos passen (das trifft aber auch auf einige 500er zu – zum eispiel passen in den KDS 500II Standardservos). Die haben ein optimales Preis-Leistungsverhältnis und sind oft billiger, bei besseren Werten, als Mini- oder Midiservos. Antriebsseitig ist 5-6s üblich. Aber in dieser Größe kann auch ein Verbrennungsmotor mit seiner längeren Flugzeit gewählt werden, dann spricht man von 30er oder 50er Modellhubschraubern.
Verbrenner – Modellhubschrauber
Helis mit Verbrennungsantrieb werden wegen der fortschreitenden Kreation der Akkutechnologie immer seltener gekauft. Ab einer bestimmten Größe, ab ca. 130cm Rotorkreisdurchmesser, sind sie aber noch immer erste Wahl. Hier werden die Akkus recht teuer, was für den Verbrenner spricht. Die Bezeichnungen leiten sich aus dem Hubraum der Motoren in inch ab: ein 30er Heli hat einen 0,3 kubikinch-Motor, ein 90er einen 0,9 kubikinch-Motor.
Hier sind nur die ülichsten Klassen von Modellhelis aufgeführt, als kleine Orientierung. Daneben gibt es noch Zwischengrößen und Sondermodelle, auf die einzugehen hier aber den Rahmen sprenden würde.
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